Verlasst den Weg der Häresien!

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„Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mk 16,15–16).

Bischof Bätzing, mit diesem Aufruf wenden wir uns an Sie und die mit Ihnen konformen Amtsbrüder.
Heute hat unser Herr Jesus Christus Seine Apostel ausgesandt als Zeugen der Wahrheit
(vgl. Mt 28,19–20).
Es ist Seine Kirche, die Er sich um den Preis Seines Kostbaren Blutes am Kreuz erworben hat
(vgl. Apg 20,28).
Er hat die Hirten beauftragt, Seine Herde zu weiden und sie auf den Weg des ewigen Lebens zu führen.

Wir werfen euch vor, das Gegenteil zu machen.
Ihr vollbringt das Werk der Wölfe (vgl. Apg 20,29–30).
Ihr zerreißt den Leib Christi, indem ihr das Wort Gottes missachtet und die Lehre Seiner Kirche verfälscht.
Ihr treibt die Herde in den Abgrund eures Synodalen Weges.
Ihr tötet die Schafe, weil ihr häretischen Betrug verbreitet.
Ihr spielt euch auf als Herren des Glaubens und Eigentümer der Sakramente.

Da ihr stets betont, besonders auf die Stimmen der Frauen hören zu wollen,[1] möchten wir heute drei berühmte Kirchenlehrerinnen zu euch sprechen lassen. Ihre Worte beantworten euer Verhalten. Die Ausführungen dieser großen heiligen Frauen zeigen euch, wer ihr seid und wo ihr steht.

1. Bischof Bätzing, Sie greifen mit dem desaströsen Plädoyer für die Interkommunion die Herzmitte der Kirche an, indem Sie sagen: „Wer im Gewissen glaubt, was gefeiert wird in der anderen Konfession, der wird auch hinzutreten können und nicht abgewiesen. […] Wer evangelisch ist und zur Kommunion hinzutritt, kann die Kommunion empfangen.“[2]
Das ist ein eklatanter Widerspruch zur Lehre der Katholischen Kirche, die eindeutig ist: „Um die heilige Kommunion zu empfangen, muss man der Katholischen Kirche voll eingegliedert sein und sich im Stand der Gnade befinden“.[3]
Die hl. Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen[4] zeigt euch in ihrem Werk Scivias, wie unheilvoll der unwürdige Empfang der heiligsten Eucharistie für die menschliche Seele ist: „Wahrlich, ich sage euch: Wer das Brot des Lebens isst oder den Kelch des Herrn, das heißt das Sakrament des Herrn über Himmel und Erde, unwürdig, mit Sünden beschmutzt, genießt, wird sich damit schuldig machen. Wieso? Er empfängt den Leib und das Blut des Herrn, das heißt des Erlösers der Welt, auf kränkende Weise und sich zum Tode. Denn er neigt sich dem Bösen zu, ist mit Unreinheit beschmutzt und vergisst die Furcht des Herrn. So befleckt, betritt er das Heiligtum (palatium) der heilbringenden Erlösung. Und deshalb begeht er dort auch einen Mord. Wieso? Weil er sich selbst viele Wunden zufügt und ohne die Linderung und das Bad der Reue seine Vergehen verbirgt und dieses Sakrament vermessen behandelt. Darum sage ich ihm auch: ‚O du elender und schlimmer (amarissime) Mensch, wie wagtest du es, deinen Herrn, nach dem die Himmelsbürger in ihrer Schau verlangen, in eine so elende Grube zu stürzen?‘ […] Denn wer dieses Sakrament schlecht behandelt, weil er sich vom Schmutz der Bosheit nicht reinigt und es unwürdig empfängt, zieht sich ein Rachegericht zu, denn er isst und trinkt es in unreinem Zustand.“[5]

2. Bischof Bätzing, skandalöserweise wenden Sie sich offen gegen das römische Nein zur Segnung homosexueller Partnerschaften.[6] Damit verraten Sie den Schöpfer und verleugnen das Zeugnis der Heiligen Schrift.
Gestützt auf die eindeutige biblische Botschaft hat das beständige Lehramt der Katholischen Kirche Ehe und Familie immer geschützt. So darf gerade heute nicht verschwiegen werden, dass homosexuelle Praktiken zu den gravierenden Sünden gehören, die massiv gegen die Keuschheit verstoßen[7] und von der Heiligen Schrift vehement zurückgewiesen werden (vgl. Gen 19,1–29; Lev 18,22; Röm 1,24–27; 1 Kor 6,9–10; 1 Tim 1,10). Der Katechismus erinnert uns an die „himmelschreiende“ Dimension der Schuld der Sodomiten.[8]
Die hl. Kirchenlehrerin Katharina von Siena zeigt euch in ihrem Werk Dialog der göttlichen Vorsehung, wie sehr der Herr die homosexuellen Handlungen verurteilt: „Die Elenden vollbringen noch Schlimmeres und begehen die verfluchte Sünde wider die Natur. Und wie blinde Toren, deren Vernunft getrübt ist, nehmen sie die Fäulnis und das Elend nicht wahr, worin sie stecken. Nicht nur Mir, der Ich höchste ewige Reinheit bin, ist sie zum Ekel (ja so verabscheuungswürdig, dass Ich um dieser einen Sünde willen fünf Städte durch Mein göttliches Gericht vernichtete, da Meine Gerechtigkeit sie nicht mehr ertragen wollte), sondern sogar den Dämonen.“[9]

3. Bischof Bätzing, Sie haben, ebenso wie die Amtsbrüder, eine besondere Verantwortung vor Gott (vgl.
2 Tim 4,1–5). Eurem Verhalten und den entsprechenden Worten ist hingegen zu entnehmen, dass ihr die eschatologische Dimension eurer Taten völlig ausblendet. Ihr werdet jedoch im Gericht die Vergeltung dessen erfahren, dem die Kirche in Wahrheit gehört (vgl. Offb 22,12).
Die hl. Kirchenlehrerin Theresia von Ávila hat in ihrer erschütternden Höllenvision geschaut, dass viele Seelen auf ewig verlorengehen. Sie hat die unvorstellbaren Leiden der Verdammnis an Leib und Seele erfahren: „Ich weiß nicht, wie ich dieses innerliche Feuer, diese Verzweiflung bei so ungeheuren Qualen und Schmerzen beschreiben soll. […] Da ist kein Licht, sondern alles ist tiefste Finsternis […] Später aber hatte ich ein anderes Gesicht von entsetzlichen Dingen, nämlich von den Strafen und Peinen für gewisse Laster.“[10]
Von ihrem eigenen Erleben „rührt auch der außerordentliche Schmerz her, den ich über so viele Seelen empfinde, die der ewigen Verdammnis entgegengehen […] so dass mir in Wahrheit scheint, ich würde mit der größten Freude tausendmal den Tod erleiden, damit auch nur eine einzige Seele so entsetzlichen Peinen entgehe. […] So weiß ich nicht, wie wir ruhig zusehen können, dass der böse Feind täglich so viele Seelen an sich zieht. […] O könnte ich doch diese Wahrheit denen begreiflich machen, die sich mit den unzüchtigsten, abscheulichsten Sünden besudeln, damit sie sich erinnerten, dass sie nicht im Verborgenen geschehen; ja könnte ich ihnen begreiflich machen, welch gerechten Abscheu Gott vor solchen Sünden hat, da sie in so unmittelbarer Gegenwart Seiner Majestät begangen werden und wir uns so unehrerbietig vor ihm betragen! Ich sah, wie billig die Hölle durch eine einzige Todsünde verdient wird“.[11]

Bischof Bätzing, vor diesem Hintergrund rufen wir euch heute zu:
Bedenkt, dass der Allerhöchste Rechenschaft von euch verlangen wird!
Kehrt zu Christus und Seiner Kirche zurück, die Er auf dem Fundament der Apostel gegründet hat!
Verlasst den Weg der Häresien und nehmt die Wahrheit des katholischen Glaubens an!

13. Mai 2021
Hochfest Christi Himmelfahrt
Jahrestag der ersten Erscheinung der allerseligsten Jungfrau Maria in Fatima

Priesterkreis Communio veritatis


[1] Vgl. Georg Bätzing, Predigt zur Wiedereröffnung und Altarweihe Frauenfrieden, in: bischof.bistumlimburg, 22. November 2020.
[2] Haus am Dom, „Auf dem Weg zum ÖKT 21: Abschluss“, 22. April 2021, in: https://hausamdom-frankfurt.de/beitrag/auf-dem-weg-zum-oekt-21-abschluss/, 37:50 und 42:50, abgerufen am 3. Mai 2021.
[3] Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche, 291.
[4] Georg Bätzing, a.a.O.: „Hildegard von Bingen war gewiss die bekannteste Frau Europas im 12. Jahrhundert: Gelehrte, Mystikerin, Heilkundige, Äbtissin, Prophetin, ‚Posaune Gottes‘ nannte man sie. 2012 wurde sie zur Kirchenlehrerin erhoben. Und das kann doch nichts anderes bedeuten, als dass wir ihr wie zu Lebzeiten gestatten, mit ihrem Wissen und ihrer spirituellen Erfahrung den Mächtigen in Kirche und Politik ins Gewissen zu reden. Sie hat es nie gescheut. An deutlichen Worten hat es ihr nie gemangelt.“
[5] Hildegard von Bingen, Scivias. Wisse die Wege. Eine Schau von Gott und Mensch in Schöpfung und Zeit, Augsburg 1991, 2. Teil, 6. Vision, Nr. 58, S. 259.
[6] Vgl. Matthias Altmann, „Bätzing: Teile Unverständnis über Nein zu Segnung homosexueller Paare“, in: katholisch.de, 24. März 2021.
[7] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 2396.
[8] Ebd., 1867.
[9] Katharina von Siena, Dialog III, 124, in: Gespräch von Gottes Vorsehung, Einsiedeln 1993 (4. Auflage), S. 163.
[10] Theresia von Ávila, Leben, 32,2, in: Aloysius Alkofer, Das Leben der heiligen Theresia von Jesu, 1. Band, München und Kempten 1973 (4. Auflage), S. 311–312.
[11] Theresia von Ávila, 32,5 und 40,10, in: Aloysius Alkofer, S. 313, 416.


Leave the Path of Heresies!

“Go out into all the world and preach the Gospel to every creature! He who believes and is baptized will be saved, but he who does not believe will be condemned” (Mk 16:15-16).

Bishop Bätzing, with this appeal we turn to you and to your fellow bishops who are in conformity with you.
Today, Our Lord Jesus Christ has sent out His Apostles as witnesses of the truth (cf. Mt 28:19-20).
It is His Church that He has purchased at the cost of His Precious Blood on the Cross (cf. Acts 20:28).
He has entrusted the shepherds to feed His flock and lead them on the path of eternal life.

We accuse you of doing the opposite.
You are carrying out the work of the wolves (cf. Acts 20:29-30).
You are tearing apart the Body of Christ by disregarding the Word of God and falsifying the teachings of His Church.
You are driving the flock into the abyss of your Synodal Path.
You are killing the sheep because you are spreading heretical deceit.
You show off as lords of the faith and owners of the sacraments.

Since you always emphasize that you want to listen especially to the voices of women,[1] we would like to have three famous female Doctors of the Church speak to you today. Their words answer your conduct. The remarks of these great holy women show who you are and where you stand.

1. Bishop Bätzing, with your disastrous plea for intercommunion you attack the very heart of the Church by saying: “Whoever believes in his conscience what is celebrated in the other denomination will also be able to join and not be rejected. […] Whoever is Protestant and comes to Communion can receive Communion.”[2]
This is a blatant contradiction to the teaching of the Catholic Church, which is clear: “To receive Holy Communion, one must be fully incorporated into the Catholic Church and be in the state of grace.”[3]
St. Hildegard of Bingen, Doctor of the Church,[4] in her work Scivias, shows you how disastrous the unworthy reception of the Most Holy Eucharist is for the human soul: “Verily I say unto you: Whoever eats the bread of life or partakes of the cup of the Lord – that is, the Sacrament of the Lord over heaven and earth – in an unworthy manner and polluted with sins, will thereby make himself guilty. Why? He receives the body and blood of the Lord, that is, of the Savior of the world, in an offending manner, and himself unto death. Because he leans toward evil, is soiled with impurity, and forgets the fear of the Lord. Thus defiled, he enters the sanctuary (palatium) of the salvific Redemption. And that is why he commits murder there. Why? Because he inflicts many wounds on himself and, without the soothing and bath of repentance, hides his offenses and treats this sacrament presumptuously. Therefore, I also say to him: ‘O wretched and bad (amarissime) man, how dare you plunge your Lord, for whom the citizens of heaven in their [beatific] vision yearn, into such a miserable pit?’ […] For whoever treats this sacrament badly, because he does not purify himself from the filth of wickedness and receives it unworthily, incurs a judgment of vengeance, because he eats and drinks it in an impure state.”[5]


2. Bishop Bätzing, scandalously you openly oppose the Roman No to the blessing of homosexual partnerships.[6] Thus you betray the Creator and deny the testimony of Holy Scripture.
Based on the clear biblical message, the Permanent Magisterium of the Catholic Church has always protected marriage and family. Thus, especially today, it must not be concealed that homosexual practices are among the grave sins that massively violate chastity[7] and are vehemently rejected by Holy Scripture (cf. Gen 19:1-29; Lev 18:22; Rom 1:24-27; 1 Cor 6:9-10; 1 Tim 1:10). The Catechism reminds us of the “crying-out-to-heaven” [“himmelschreiend”] dimension of the guilt of the sodomites.[8]
St. Catherine of Siena, Doctor of the Church, in her work Treatise of Divine Providence, shows you how much the Lord condemns homosexual acts: “The wretched do even worse and commit the accursed sin against nature. And like blind fools whose reason is clouded, they do not perceive the rottenness and misery in which they find themselves. Not only to Me, who I am the highest eternal purity, it is disgusting (so detestable indeed that for this one sin I destroyed five cities by My divine judgment, since My righteousness would not bear it any longer), but even to demons.”[9]

3. Bishop Bätzing, you, like your fellow bishops, have a special responsibility before God (cf. 2 Tim 4:1-5). Your behavior and the corresponding words, on the other hand, show that you completely ignore the eschatological dimension of your deeds. However, you will experience in the Judgment the retribution of Him to whom the Church belongs in truth (cf. Rev 22:12).
In her harrowing vision of hell, St. Theresa of Ávila, Doctor of the Church, saw that many souls would be eternally lost. She experienced the unimaginable sufferings of damnation in body and soul: “I do not know how to describe this inner fire, this despair at such tremendous torment and pain. […] There is no light, but all is deepest darkness […] Later, however, I had another vision of horrible things, namely, of the punishments and chastisements for certain vices.”[10]
From her own experience “also stems the extraordinary pain I feel over so many souls who are heading for eternal damnation […] so that in truth it seems to me that I would suffer death a thousand times over with the greatest joy so that even a single soul might escape such horrible torments. […] So I don’t know how we can calmly watch that the evil enemy daily seizes so many souls. […] Oh, if I could make them understand this truth who defile themselves with the most lewd and heinous sins, so that they would remember that they are not committed in secret; if I could make them understand what a just abhorrence God has for such sins, since they are committed in the immediate presence of His Majesty and we behave so disrespectfully before Him! I saw how cheaply hell is earned by a single mortal sin.”[11]

Bishop Bätzing, against this background we call out to you today:
Consider that the Most High will demand an account from you!
Return to Christ and His Church, which He has built on the foundation of the Apostles!
Leave the path of heresies and embrace the truth of the Catholic Faith!

May 13, 2021
Solemnity of the Feast of Ascension
Anniversary of the First Apparition of the Blessed Virgin Mary at Fatima

Priestly Group Communio veritatis

Translation by Dr. Maike Hickson, LifeSite


[1] Cf. Georg Bätzing, Predigt zur Wiedereröffnung und Altarweihe Frauenfrieden [Sermon for the Reopening and Altar Consecration Frauenfrieden], in: bischof.bistumlimburg, November 22, 2020.
[2] Haus am Dom, “Auf dem Weg zum ÖKT 21: Abschluss” [“On the Way to the ÖKT 21 [Ecumenical Church Day 2021]: Conclusion”], April 22, 2021, in: https://hausamdom-frankfurt.de/beitrag/auf-dem-weg-zum-oekt-21-abschluss/, 37:50 and 42:50, accessed May 3, 2021.
[3] Compendium of the Catechism of the Catholic Church, 291.
[4] Georg Bätzing, op. cit.: “Hildegard of Bingen was certainly the most famous woman in Europe in the 12th century: Scholar, mystic, healer, abbess, prophetess, ‚Trumpet of God‘ they called her. In 2012, she was elevated to the status of Doctor of the Church. And that can mean nothing other than that we allow her, as in her lifetime, to speak to the conscience of the powerful in church and politics with her knowledge and spiritual experience. She never shied away from it. She never lacked clear words.”
[5] Hildegard of Bingen, Scivias. Wisse die Wege. Eine Schau von Gott und Mensch in Schöpfung und Zeit [Scivias. Know the Ways. A Vision of God and Man in Creation and Time], Augsburg 1991, 2nd part, 6th vision, no. 58, p. 259.
[6] Cf. Matthias Altmann, “Bätzing: Teile Unverständnis über Nein zu Segnung homosexueller Paare” [“Bätzing: I share the incomprehension about no to blessing of homosexual couples”], in: katholisch.de, March 24, 2021.
[7] Cf. Catechism of the Catholic Church, 2396.
[8] Ibid, 1867.
[9] Catherine of Siena, Dialogue III, 124, in: Gespräch von Gottes Vorsehung [Treatise of Divine Providence], Einsiedeln 1993 (4th ed.), p. 163.
[10] Theresa of Ávila, Life, 32,2, in: Aloysius Alkofer, Das Leben der heiligen Theresia von Jesu [The Life of St. Teresa of Jesu], 1st volume, Munich and Kempten 1973 (4th edition), pp. 311-312.
[11] Theresa of Ávila, 32,5 and 40,10, in: Aloysius Alkofer, p. 313, 416.