Ein Dokument im Modus der Freimaurer

Das neue Schreiben aus dem Vatikan ist da – politisch korrekt in steriler Weise bei weitgehendem Ausschluss der Gläubigen unterzeichnet. Nach dem Surfen auf der immanenten Ökowelle der säkularen Klimareligion und der pantheistischen Vision aus dem märchenhaften Amazonien soll jetzt das ganz dicke Brett gebohrt werden. In Fortsetzung der Umarmung mit dem Großimam aus Kairo ruft das vorliegende Papier „Fratelli tutti“ die Brüderlichkeit aller Menschen aus.

Die Broschüre liefert – ganz im Geist der selbsternannten „St. Gallen-Mafia“[1], deren Programm dem Autor mit auf den Weg gegeben wurde. Sogar dessen Namenswahl und die vermeintliche Verbindung mit dem Heiligen aus Assisi waren geplant. Das hatte Kardinal Danneels als Mitglied des Zirkels bei einer Pressekonferenz in redseliger Hybris bezeugt.[2]
Später kamen bei der offiziellen Präsentation seiner Biographie sowohl die massive Agitation gegen Papst Benedikt XVI. als auch die per Netzwerk organisierte Durchsetzung des ausgesuchten Kandidaten deutlich zur Sprache.[3] Zur damaligen Belohnung durfte der Wahlkoordinator[4] Danneels am 13. März 2013 mit auf die Loggia. Ferner konnte der Mann aus Brüssel, der als Aktivist für Abtreibung, Homosexualität, gleichgeschlechtliche „Ehe“[5] und Missbrauchsvertuschung[6] bekannt war, als Sondergesandter(!) seine Intentionen bei der sogenannten Familiensynode einbringen[7], deren Konsequenz das unannehmbare Scriptum „Amoris laetitia“ wurde.
Ein großes Thema der Verschwörer aus St. Gallen war auch der Synkretismus, der als „interreligiöser Dialog im globalen Rahmen“ getarnt wurde, mit auffälliger Affinität zum Islam und den so bezeichneten „Heiligen Schriften“.[8]

Damit sind wir in der Dimension des vorliegenden Papiers „Fratelli tutti“. Ausdrücklich erwähnt wird eingangs und abschließend (Nrn. 5 u. 285) der direkte Zusammenhang mit der Erklärung von Abu Dhabi. Dort wurde nach Analyse des renommierten Philosophen Prof. Josef Seifert nicht weniger als die Summe aller Häresien verkündet[9] und per Unterschrift besiegelt – in der Behauptung nämlich, die pluralistische Verschiedenheit der Religionen entspreche dem Willen Gottes. Diese Magna Charta des ultimativen Relativismus mündete dann in den neopaganen Wahnsinn der sakrilegischen und blasphemischen Pachamama-Verehrung im Vatikan.[10]

„Fratelli tutti“ versucht zu Beginn (Nrn. 1–4) und am Ende (Nr. 286), den hl. Franz von Assisi als Patron einer vermeintlichen interreligösen Brüderlichkeit „ohne Grenzen“ zu vereinnahmen, indem man seinen Besuch beim Sultan in Ägypten vor 800 Jahren völlig verdreht. Dieser Weg mit der Bereitschaft zum Martyrium hatte gerade nicht das Ziel, sich dem Islam „im Verlangen, alle zu umarmen“ (Nr. 3), im unverbindlichen Verschweigen des Evangeliums abschwächelnd an den Hals zu werfen, sondern in Sorge um das ewige Seelenheil zur Bekehrung zum wahren Glauben aufzurufen. Der Poverello war durchdrungen vom Wort Gottes: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mk 16,15–16). Dafür war er buchstäblich bereit, durchs Feuer zu gehen. Der hl. Bonaventura berichtet, dass Franz von Assisi „dem Sultan mit solcher Unerschrockenheit, Geisteskraft und Glut den einen, dreifaltigen Gott und den Erlöser aller Menschen Jesus Christus“[11] predigte, dass sich der Hörer enorm beeindruckt zeigte. Die Bullierte Regel bezeugt daher den Eifer für die Mission, „auf dass wir, allezeit den Füßen dieser heiligen Kirche untertan und unterworfen, feststehend im katholischen Glauben, […] das heilige Evangelium unseres Herrn Jesus Christus beobachten, was wir fest versprochen haben“.[12]

Der Verfasser von „Fratelli tutti“ hat sein „Träumen […] von einer einzigen Menschheit“ (Nr. 8) hingegen immer wieder zum Anlass genommen, einen religiösen Relativismus zu propagieren. Besonders auffällig war diese Intention im Rahmen der sogenannten Gebetsmeinung für Januar 2016. Diese wurde mit einem vielsagenden Video verbunden. Gezeigt wurden die Symbole der verschiedenen Religionen, gleichwertig nebeneinander in Szene gesetzt. Das Jesuskind war auch dabei – in einem Kreis neben den anderen Zeichen in die Kamera gehalten und eingereiht in Aussprüche des Glaubens an Allah und des Vertrauens auf Buddha.
Der ehemalige israelische Staatspräsident Shimon Peres bezeugte am 4. September 2014 nach seiner Audienz im Vatikan seinen Vorschlag an den Bischof von Rom, „die ‚Vereinten Religionen‘ zu gründen“ – weiterentwickelt aus den Vereinten Nationen.[13]
Die Großloge von Spanien hat sich angesichts der vatikanischen Weihnachtsansprache vom 25.12.2018 bereits begeistert geäußert und sich im Namen aller Freimaurer der proklamierten „Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen“ angeschlossen.[14] Im Blick auf die jüngste Broschüre erhebt derselbe Großorient aktuell ein noch lauteres Euphoriegeschrei, wenn er konstatiert, dass in „Fratelli tutti“ nun „die universelle Brüderlichkeit, das große Prinzip der modernen Freimaurerei,“[15] begrüßt werde.

Diese Idee ist im Horizont der Erklärung von Abu Dhabi bereits weit vorangeschritten. Der Bischof von Rom hat im Nachklang desselben Dokumentes zu dessen Umsetzung das sogenannte „Hohe Komitee für die menschliche Brüderlichkeit“ errichtet. Das Bauprojekt „Abrahamic Family House“ wurde in Abu Dhabi schon auf den Weg gebracht – ein interreligiöses Haus mit Moschee, Synagoge und Kirche. Die drei Bauten der sogenannten „abrahamitischen Religionen“ sehen ähnlich aus, sind mit identischen Maßen konzipiert und erzeugen den Eindruck der Gleichwertigkeit. Das gemeinsame Erdgeschoß mit Lehrzentrum verbindet die Tempel. Der nächste Schritt zur Welt-Einheits-Religion ist dann nicht mehr weit.[16]
Der Bischof von Rom verkündete unlängst, dass der Mensch gegenüber den Vereinten Nationen zum Gehorsam verpflichtet sei.[17] Im Lobgesang auf deren Charta hat „Fratelli tutti“ dieses Postulat wieder betont (Nr. 257).

Die in Abu Dhabi Gestalt gewordene Agenda ist natürlich nicht neu, sondern die genaue Umsetzung der Freimaurer-Ideologie in Lessings Drama „Nathan der Weise“, die auf dem Logen-Credo der Relativität jeder Wahrheit und Religion basiert. Im Kampf gegen den Absolutheitsanspruch Christi und seiner Kirche zeichnete Lessing in der Ringparabel[18] das Bild der vermeintlichen brüderlichen Einheit der drei so bezeichneten „abrahamitischen Religionen“, die in ihrer geschichtlichen Bedingtheit nur von relativer Bedeutung und austauschbar seien – in typischer Manier des rationalistischen Toleranzdiktats der Aufklärung.
Die angestrebte universelle Ökumene der Religionen war daher stets ein Anliegen der Freimaurerei auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, nämlich jene selbstkonstruierte Religion zum Durchbruch zu bringen, in der dann angeblich alle Menschen übereinstimmen.[19]
Bischof Dr. Rudolf Graber beschrieb präzise den entsprechenden Plan, das religiöse Nebeneinander „zu einem ökumenischen Ineinander zu machen und so die Welt-Einheits-Religion im einheitlichen Weltstaat vorzubereiten“.[20] Dabei ist der entscheidende Terminus die sogenannte „Synarchie“ auf dem Weg zu einer „einheitlichen Regierung, die als Gegenkirche geplant ist“.[21]

Besondere Bedeutung in der freimaurerischen Strategie hat die Französische Revolution. Markanterweise macht sich „Fratelli tutti“ deren Parole wörtlich zu eigen, wenn die Überschrift der Nummern 103 bis 105 „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ lautet.
Ein Blick in die Geschichte macht deutlich, dass die besagte „Große“ Revolution nur äußerlich als politischer und sozialer Umsturz daherkam, ihrem innersten Wesen nach jedoch als antichristlich bezeichnet werden muss.[22]
Der Spätaufklärer Sylvain Maréchal war 1796 Mitinitiator des „Manifests der Gleichen“.[23] Er betrachtete die Französische Revolution und ihre blutige Schreckensherrschaft als bloße „Vorläuferin einer anderen, sehr viel größeren, sehr viel ernsteren Revolution, die die letzte sein wird“.[24] Das Manifest schlug bereits damals den Sozialismus als praktische Politik vor und lieferte späteren sozialrevolutionären Bewegungen entscheidende Ideen. Karl Marx war seit seinen Pariser Exilsjahren überzeugt davon, dass 1789 nur das Vorspiel der eigentlichen, der kommunistischen Revolution gewesen sei.[25]

Wenn „Fratelli tutti“ expressis verbis die durch Covid-19 herbeigeführte Krise zum Anlass nimmt, den Aufruf „Träumen wir von einer einzigen Menschheit“ (Nr. 8) zu äußern, sollte man die eindeutigen Stellungnahmen derjenigen hinter den Kulissen genau kennen, die sich dazu mit dem Ziel einer globalisierten Neuen Weltordnung bereits gemeldet haben.[26]
Bischof Dr. Rudolf Graber hat die entsprechende Strategie seinerzeit treffend auf den Punkt gebracht: „Politisch gesehen erstrebt die Synarchie die Integration aller sozialen und finanziellen Mächte, die diese Weltregierung unter sozialistischer Führung natürlich zu tragen und zu fördern hat. Der Katholizismus würde folglich wie alle Religionen von einem universellen Synkretismus absorbiert werden.“[27]

Das Schreiben „Fratelli tutti“ macht sich im achten Kapitel zum Anwalt aller Religionen, wenn es diese in der Betonung des Plurals „im Dienst an der Geschwisterlichkeit in der Welt“ preist (Nr. 271). Der Religionsbegriff wird hier auf seine immanente Funktion im Hinblick auf den Aufbau einer angeblich humanen Gesellschaft reduziert.
Der Leser erhält geradezu eine Einladung zum Indifferentismus, wenn der Verfasser die Botschaft des über ihn selbst erstellten Filmes zitiert, Gottes Liebe sei „für jeden Menschen gleich, unabhängig von seiner Religion. Und wenn er Atheist ist, ist es die gleiche Liebe“ (Nr. 281). Welcher „Gott“ und welche „Liebe“ sind gemeint? Hier wird die alles entscheidende Wahrheitsfrage völlig ausgeblendet.
Gestützt auf das Zeugnis der Heiligen Schrift (vgl. 1 Tim 2,4) hat die Erklärung Dominus Jesus im Großen Jubiläum des Jahres 2000 dagegen verkündet: „Gott will, dass alle durch die Erkenntnis der Wahrheit das Heil erlangen. Das Heil liegt in der Wahrheit.“[28]
Den im achten Kapitel von „Fratelli tutti“ zugrunde liegenden Indifferentismus hat der hl. Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Redemptoris missio scharf zurückgewiesen, weil jene Haltung „durchdrungen ist von einem religiösen Relativismus, der zur Annahme führt, dass ‚eine Religion gleich viel gilt wie die andere‘“.[29]

In dieser apokalyptischen Zeit der Falschen Prophetie, in der die verderbliche Lüge umherhinkt, hat die Kirche des Herrn die Pflicht[30], Jesus Christus, den Sohn Gottes, als den einzigen Erlöser und wahren Retter zu verkünden.
Darauf hat der hl. Papst Johannes Paul II. mit allem Nachdruck verwiesen: „Heute steht der Aufruf zur Bekehrung, den die Missionare an Nicht-Christen richten, zur Diskussion oder wird verschwiegen. Man sieht darin einen Akt des ‚Proselytismus‘; man sagt, es genüge, den Menschen zu helfen, mehr Mensch zu werden oder der eigenen Religion treuer zu sein; man sagt, es genüge, Gemeinschaften ins Leben zu rufen, die fähig seien, für Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Solidarität einzutreten. Aber man vergisst dabei, dass jeder Mensch das Recht hat, von der ‚guten Nachricht‘ Gottes zu hören, der sich in Christus offenbart und schenkt; so erst kann der Mensch seine eigene Berufung voll verwirklichen.“[31]

Es gilt in dieser Zeit des großen Abfalls vom wahren Glauben (vgl. 2 Thess 2,3–8), mit dem hl. Petrus vor dem Hohen Rat treu und unerschrocken Christus, den König der ewigen Herrlichkeit, zu bekennen: „In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“ (Apg 4,12).
In der gelebten Weihe an das Unbefleckte Herz der Gottesmutter Maria, die allein „alle Häresien besiegt und vernichtet hat“[32], werden wir die Reinheit des Glaubens und die Klarheit des Denkens bewahren können und bereit sein zur treuen Nachfolge unseres gekreuzigten und auferstandenen Herrn, der die Seinen zum Zeugnis für den einzigen Gott und das wahre Evangelium ausgesandt hat: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,18–20).

13. Oktober 2020
Jahrestag der letzten Erscheinung der allerseligsten Jungfrau Maria in Fatima, der Rosenkranzkönigin und Siegerin in allen Schlachten Gottes

Pastor Frank Unterhalt


[1] Vgl. Jeanne Smits, „Cardinal Danneels admits being part of clerical ‘Mafia’ that plotted Francis’ election“, in: LifeSiteNews, 25.09.2015.
[2] Vgl. Jürgen Mettepenningen, Karim Schelkens, Godfried Danneels: biographie, niederländische Ausgabe (e-Book), Kalmthout 2015, Kap. 26.
[3] Vgl. Amand Timmermans, „Danneels und der Mafiaklub ‚Gruppe von Sankt Gallen‘“, in: Katholisches.info, 05.10.2015.
[4] Vgl. Walter Pauli, „Godfried Danneels a oeuvré pendant des années à l’élection du pape François“, in: Le Vif, 23.09.2015.
[5] Vgl. Jeanne Smits, „Cardinal Danneels congratulated Belgian gvmt for legalizing gay ‘marriage’“, in: LifeSiteNews, 23.09.2015.
[6] Vgl. Mark Eeckhaut, „En als we nu eens vergiffenis zouden schenken? Hoe kardinaal Danneels probeerde het schandaal-Vangheluwe geheim te houden“, in: Het Nieuwsblad, 28.08.2010.
[7] Vgl. Dr. Benjamin Leven, „Wenn Vertuschung scheitert“, in: Römische Korrespondenz, 07.09.2018.
[8] Vgl. Mettepenningen, Schelkens, a.a.O., Kap. 22 und 24.
[9] Vgl. Dr. Maike Hickson, „Pope asks universities to disseminate his claim ‘diversity of religions’ is ‘willed by God’“, in: LifeSiteNews, 25.03.2019.
[10] Vgl. Contra Recentia Sacrilegia. Protest against Pope Francis’ sacrilegious acts.
[11] Bonaventura von Bagnoregio, Legenda Maior – das Große Franziskusleben, IX. Kap., 8,6, in: Franziskus-Quellen, Kevelaer 2009, S. 745.
[12] Bullierte Regel, 12. Kap., 4, in: Franziskus-Quellen, S. 102.
[13] Vgl. Giuseppe Nardi, „Das Video vom Papst – ‚Das mir nicht gefällt‘“, in: Katholisches.info, 07.01.2016.
[14] El Oriente, „Todos los masones del mundo se unen a la petición del Papa por ‚la fraternidad entre personas de diversas religiones‘“, Segunda época – Número 243.
[15] El Oriente, „El Papa abraza la Fraternidad Universal, el gran principio de la Masonería“, Segunda época – Número 409.
[16] Vgl. Giuseppe Nardi, „In Abu Dhabi entsteht der Tempel der Welteinheitsreligion – mit Unterstützung von Papst Franziskus“, in: Katholisches.info, 21.11.2019.
[17] Vgl. Jeanne Smits, „Vatican gives nod to ‘Abrahamic Family House’ that equates Christianity, Judaism, Islam“, in: LifeSiteNews, 25.09.2019.
[18] Gotthold E. Lessing, Nathan der Weise, Stuttgart 1948, S. 89–97, 3. Aufzug, 7. Auftritt.
[19] Vgl. Manfred Adler, Die antichristliche Revolution der Freimaurerei, Jestetten 1994 (5. Aufl.), S. 166.
[20] Bischof Dr. Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit, Abensberg 1987 (11. Aufl.), S. 38.
[21] Ebd., S. 31.
[22] Vgl. Manfred Adler, a.a.O., S. 24.
[23] Vgl. Chronique de la Révolution, Paris 1988, S. 37 und 520.
[24] Heinrich August Winkler, „Zur Wiederholung nicht empfohlen“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2017.
[25] Heinrich August Winkler, „Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789–1989, Eröffnungsvortrag im Rahmen der Reihe „Nach dem Ende der Illusion: Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?“, Humboldt-Universität Berlin, 07.02.2017.
[26] Vgl. Dorothy Cummings McLean, „Kissinger: Failure to establish post-Covid new world order ‘could set the world on fire’“, in: LifeSitenews, 07.04.2020; vgl. Martin Bürger, „Bill Gates: Life won’t go back to ‘normal’ until population ‘widely vaccinated‘“, LifeSiteNews, 06.04.2020.
[27] Bischof Dr. Rudolf Graber, a.a.O., S. 33.
[28] Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Dominus Jesus. Über die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche, 06.08.2000, Nr. 22.
[29] Papst Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, Nr. 36.
[30] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 851; vgl. auch CIC, can. 781.
[31] Papst Johannes Paul II., a.a.O., Nr. 46.
[32] Ludwig Maria Grignion von Montfort, Abhandlung von der Wahren Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria, II, 2, in: Das Goldene Buch, Feldkirch 1987, S. 120.


A Document in Masonic Mode

The new letter from the Vatican is here — signed politically correct in a sterile manner with the exclusion of the faithful to a large extent. After surfing on the immanent ecowave of the secular climate religion and the pantheistic vision from the fairy-tale Amazon, now the very thick board is to be drilled. In continuation of the embrace with the Grand Imam from Cairo, the present paper “Fratelli tutti” proclaims the brotherhood of all people.

The brochure delivers — entirely in the spirit of the self-proclaimed “St. Gallen Mafia”[1], whose program was handed over to the author. Even his choice of name and the supposed connection with the saint from Assisi were planned. Cardinal Danneels had testified to this as a member of the circle at a press conference in loquacious hubris.[2]
Later, during the official presentation of his biography, both the massive agitation against Pope Benedict XVI and the enforcement of the selected candidate organized by a network were explicitly mentioned.[3] As a reward at the time, the election coordinator[4] Danneels was allowed to be on the loggia on March 13, 2013. Furthermore, the man from Brussels, who was known as an activist for abortion, homosexuality, same-sex “marriage”[5] and the cover-up of abuse[6], was able to present his intentions as a special envoy (!) at the so-called family synod[7], the consequence of which became the unacceptable text “Amoris laetitia”.
A major theme of the conspirators from St. Gallen was also syncretism, disguised as “interreligious dialogue in a global framework”, with a striking affinity to Islam and what is called the “Sacred Scriptures”.[8]

Thus we are within the dimension of the present paper “Fratelli tutti”. Expressly mentioned at the beginning and at the end (Numbers 5 and 285) is the direct connection with the Abu Dhabi Declaration. There, according to the analysis of the renowned philosopher Prof. Josef Seifert, no less than the sum of all heresies was proclaimed[9] and sealed by signature — in the assertion, namely, that the pluralistic diversity of religions corresponds to the will of God. This Magna Charta of ultimate relativism then led to the neo-pagan madness of sacrilegious and blasphemous Pachamama worship in the Vatican[10].

“Fratelli tutti” tries at the beginning (numbers 1–4) and at the end (number 286) to claim St. Francis of Assisi as the patron saint of a supposed interreligious brotherhood “without borders” by completely distorting his visit to the Sultan in Egypt 800 years ago. This path with the readiness to martyrdom had precisely not the goal of throwing itself at Islam in the desire “to embrace everyone” (number 3), in the noncommittal concealment of the Gospel in a weakening way, but rather in concern for the eternal salvation of souls to call for conversion to the true faith. The Poverello was imbued with the Word of God: “Go out into all the world and preach the Gospel to all creatures! Whoever believes and is baptized will be saved; but whoever does not believe will be condemned” (Mark 16:15–16). For this he was literally ready to go through the fire. St. Bonaventure reports that Francis of Assisi “preached to the Sultan with such fearlessness, spirituality and fervor the one triune God and the Savior of all men Jesus Christ”[11] that the hearer was enormously impressed. The Bulled Rule therefore testifies to the zeal for mission, “that we, always subdued and subjected at the feet of this holy Church, established in the Catholic faith, […] may observe the holy Gospel of our Lord Jesus Christ, which we have firmly promised”.[12]

The author of “Fratelli tutti”, on the other hand, has repeatedly used his dreaming of “a single human family” (number 8) as an occasion to propagate a religious relativism. This intention was particularly striking in the context of the so-called prayer intention for January 2016, which was combined with a telling video. The symbols of the different religions were shown, equally placed next to each other. The child Jesus was also present — held in a circle next to the other signs in the camera and lined up in sayings of faith in Allah and trust in Buddha.
Former Israeli President Shimon Peres testified on September 4, 2014, after his audience in the Vatican, to his proposal to the Bishop of Rome to “found the ‘United Religions’” — developed out of the United Nations.[13]
The Grand Lodge of Spain, in view of the Christmas address of December 25, 2018, in the Vatican, has already expressed its enthusiasm and, in the name of all Freemasons, has joined the proclaimed “fraternity between men of different religions”.[14] In view of the latest brochure, the same Grand Orient is currently raising an even louder cry of euphoria when it states that in “Fratelli tutti” “universal fraternity, the great principle of modern Freemasonry”[15], is now welcomed.

This idea has already been well advanced in the context of the Abu Dhabi Declaration. The Bishop of Rome, following up on the same document, established the so-called “Higher Committee for Human Fraternity” to implement it. The construction project “Abrahamic Family House” has already been launched in Abu Dhabi — an interreligious house with mosque, synagogue and church. The three buildings of the so-called “Abrahamic religions” look similar, are designed with identical dimensions and create the impression of equality. The common ground floor with teaching center connects the temples. The next step to the world-unifying religion is thus not far away.[16]
The Bishop of Rome recently proclaimed that man is obliged to obey the United Nations.[17] Praising its charter, “Fratelli tutti” has again emphasized this postulate (number 257).

The agenda that took shape in Abu Dhabi is, of course, not new, but the exact implementation of the Masonic ideology in Lessing’s drama “Nathan the Wise”, which is based on the lodges’ creed that truth and religion are relative. In the struggle against the claim to absoluteness of Christ and his Church, Lessing painted in the Parable of the Ring[18] the picture of the supposed fraternal unity of the three so-called “Abrahamic religions”, which in their historical conditionality were only of relative importance and interchangeable — in a manner typical of the rationalist dictate of tolerance of the Enlightenment.
The striving for universal ecumenism of religions has always been a concern of Freemasonry on the way to its actual goal, namely to bring about the breakthrough of that self-constructed religion in which all human beings are supposedly in agreement.[19]
Bishop Dr. Rudolf Graber accurately described the pertinent plan to make religious coexistence “an ecumenical interweaving and thus prepare the one-world-religion in the one-world-state”.[20] The decisive term here is the so-called “synarchy” on the way to a “unified government planned as a counter-church”.[21]

The French Revolution is of particular importance in Masonic strategy. It is striking that “Fratelli tutti” literally adopts its slogan when the headline of numbers 103 to 105 reads “Liberty, Equality and Fraternity”.
A glance at history makes it clear that the aforementioned “Great” Revolution came upon us only externally as a political and social upheaval, but its innermost essence must be described as anti-Christian.[22]
The late Enlightenment philosopher Sylvain Maréchal was one of the initiators of the “Manifesto of Equals” in 1796.[23] He regarded the French Revolution and its bloody reign of terror as merely the “forerunner of another, much larger, much more serious revolution, which will be the last”.[24] The Manifesto already proposed socialism as practical politics at that time and provided decisive ideas to later social revolutionary movements. Karl Marx had been convinced since his Parisian exile years that 1789 was only the prelude to the actual, the communist revolution.[25]

When “Fratelli tutti” explicitly uses the crisis brought about by Covid-19 as an occasion to express the call “Let us dream, then, as a single human family” (number 8), one should be well aware of the clear statements of those behind the scenes who have already spoken out with the aim of a globalized New World Order.[26]
Bishop Dr. Rudolf Graber aptly summarized the corresponding strategy at the time: “Politically, synarchy strives for the integration of all social and financial powers, which this world government under socialist leadership naturally has to support and promote. Catholicism, like all religions, would therefore be absorbed by a universal syncretism.”[27]

The letter “Fratelli tutti” makes itself the advocate of all religions in the eighth chapter, when it praises them by emphasizing the plural in “the service of fraternity in our world” (number 271). The concept of religion is here reduced to its immanent function in terms of building a supposedly humane society.
The reader is practically invited to indifferentism when the author quotes the message of the film made about himself, that God’s love is “the same for everyone, regardless of religion. Even if they are atheists, his love is the same” (number 281). Which “God” and which “love” are meant? Here the all-decisive question of truth is completely ignored.
Based on the testimony of Holy Scripture (cf. 1 Tim 2:4), the Declaration Dominus Jesus proclaimed in the Holy Year 2000: “God wills the salvation of everyone through the knowledge of the truth. Salvation is found in the truth.”[28]
The indifferentism underlying the eighth chapter of “Fratelli tutti” was sharply rejected by St. John Paul II in his encyclical Redemptoris missio, because that attitude “is characterized by a religious relativism which leads to the belief that ‘one religion is as good as another’”.[29]

In this apocalyptic time of the False Prophecy, in which the diabolical lie is limping around, the Church of the Lord has the duty[30] to proclaim Jesus Christ, the Son of God, as the only Savior and true Redeemer.
St. Pope John Paul II has pointed this out with great emphasis: “Nowadays the call to conversion which missionaries address to non-Christians is put into question or passed over in silence. It is seen as an act of ‘proselytizing’; it is claimed that it is enough to help people to become more human or more faithful to their own religion, that it is enough to build communities capable of working for justice, freedom, peace and solidarity. What is overlooked is that every person has the right to hear the ‘Good News’ of the God who reveals and gives himself in Christ, so that each one can live out in its fullness his or her proper calling.”[31]

In this time of great apostasy from the true faith (cf. 2 Thess 2:3–8), it is necessary to confess Christ, the king of eternal glory, faithfully and fearlessly with St. Peter before the Sanhedrin: “In no one else is salvation to be found. For there is no other name under heaven given to us men by which we shall be saved” (Acts 4:12).
In the lived consecration to the Immaculate Heart of Mary, the Mother of God, who alone “conquered and destroyed all heresies”[32], we will be able to preserve the purity of faith and clarity of thought and be ready to follow faithfully our crucified and risen Lord, who sent his own to bear witness to the one God and the true Gospel: “All power is given to me in heaven and on earth. Go therefore to all nations, and make disciples of all men, baptizing them in the name of the Father and of the Son and of the Holy Ghost, and teaching them to obey all that I have commanded you. Be sure: I am with you always, until the end of the world” (Mt 28:18–20).

October 13, 2020
Anniversary of the last apparition in Fatima of the Blessed Virgin Mary, Queen of the Rosary and Victor in all God’s battles

Fr. Frank Unterhalt

Translation by LifeSite’s Martin Bürger

[1] Cf. Jeanne Smits, “Cardinal Danneels admits being part of clerical ‘Mafia’ that plotted Francis’ election”, in: LifeSiteNews, September 25, 2015.
[2] Cf. Jürgen Mettepenningen, Karim Schelkens, Godfried Danneels: biographie, Dutch edition (e-Book), Kalmthout 2015, chapter 26.
[3] Cf. Amand Timmermans, “Danneels und der Mafiaklub ‘Gruppe von Sankt Gallen’” [“Danneels and the Mafia club ‘Sankt Gallen Group’”], in: Katholisches.info, October 5, 2015.
[4] Cf. Walter Pauli, “Godfried Danneels a oeuvré pendant des années à l’élection du pape François” [“Godfried Danneels has worked for years for the election of Pope Francis”], in: Le Vif, September 23, 2015.
[5] Cf. Jeanne Smits, “Cardinal Danneels congratulated Belgian gvmt for legalizing gay ‘marriage’”, in: LifeSiteNews, September 23, 2015.
[6] Cf. Mark Eeckhaut, “En als we nu eens vergiffenis zouden schenken? Hoe kardinaal Danneels probeerde het schandaal-Vangheluwe geheim te houden”, in: Het Nieuwsblad, August 28, 2010.
[7] Cf. Dr. Benjamin Leven, “Wenn Vertuschung scheitert” [“When Cover-up Fails”], in: Römische Korrespondenz, September 7, 2018.
[8] Cf. Mettepenningen, Schelkens, chapters 22 and 24.
[9] Cf. Dr. Maike Hickson, “Pope asks universities to disseminate his claim ‘diversity of religions’ is ‘willed by God’”, in: LifeSiteNews, March 25, 2019.
[10] Cf. Contra Recentia Sacrilegia. Protest against Pope Francis’ sacrilegious acts.
[11] Bonaventura von Bagnoregio, Legenda Maior – das Große Franziskusleben [The Great Life of Francis], chapter IX,8,6, in: Franziskus-Quellen, Kevelaer 2009, page 745.
[12] Bullierte Regel, chapter 12,4, in: Franziskus-Quellen, page 102.
[13] Cf. Giuseppe Nardi, “Das Video vom Papst – ‘Das mir nicht gefällt’”, in: Katholisches.info, January 7, 2016.
[14] El Oriente, “Todos los masones del mundo se unen a la petición del Papa por ‘la fraternidad entre personas de diversas religiones’”, Segunda época – Número 243.
[15] El Oriente, “El Papa abraza la Fraternidad Universal, el gran principio de la Masonería”, Segunda época – Número 409.
[16] Cf. Giuseppe Nardi, “In Abu Dhabi entsteht der Tempel der Welteinheitsreligion – mit Unterstützung von Papst Franziskus” [“In Abu Dhabi, the Temple of the One World Religion is being created with the help of Pope Francis”], in: Katholisches.info, November 21, 2019.
[17] Cf. Jeanne Smits, “Vatican gives nod to ‘Abrahamic Family House’ that equates Christianity, Judaism, Islam”, in: LifeSiteNews, September 25, 2019.
[18] Gotthold E. Lessing, Nathan der Weise [Nathan the Wise], Stuttgart 1948, pages 89–97, 3. Aufzug, 7. Auftritt.
[19] Cf. Manfred Adler, Die antichristliche Revolution der Freimaurerei [The anti-Christian revolution of Freemasonry], Jestetten 1994 (5th edition), page 166.
[20] Bischof Dr. Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit [Athanasius and the Church of Our Time], Abensberg 1987 (11th edition), page 38.
[21] Id., S. 31.
[22] Cf. Manfred Adler, page 24.
[23] Cf. Chronique de la Révolution [Chronicle of the Revolution], Paris 1988, pages 37 and 520.
[24] Heinrich August Winkler, “Zur Wiederholung nicht empfohlen” [“Not recommended for Repetition”], in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, November 8, 2017.
[25] Heinrich August Winkler, “Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789–1989” [“Marx and the Consequences. Thoughts on the Change of the Revolution”], Opening talk in the series “Nach dem Ende der Illusion: Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?” [“After the End of the Illusion: What Remains of Communism in the 21th Century?”], Humboldt-Universität Berlin, February 7, 2017.
[26] Cf. Dorothy Cummings McLean, “Kissinger: Failure to establish post-Covid new world order ‘could set the world on fire’”, in: LifeSitenews, April 7, 2020; Cf. Martin Bürger, “Bill Gates: Life won’t go back to ‘normal’ until population ‘widely vaccinated’”, LifeSiteNews, April 6, 2020.
[27] Bischof Dr. Rudolf Graber, page 33.
[28] Congregation for the Doctrine of the Faith, Declaration Dominus Jesus. On the Unicity and Salvific Universality of Jesus Christ and the Church, August 6, 2000, number 22.
[29] Pope John Paul II, Encyclical Redemptoris missio, number 36.
[30] Cf. Catechism of the Catholic Church, 851; Cf. CIC, can. 781.
[31] Papst John Paul II, number 46.
[32] Louis de Montfort, Abhandlung von der Wahren Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria [On the True Devotion to the Blessed Virgin Mary], II, 2, in: Das Goldene Buch, Feldkirch 1987, page 120.