Die Kirche durchlebt das Dritte Geheimnis von Fatima

Rosenkranzbasilika in Fatima – Foto: Maksim (Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

Es ist höchste Zeit, die ganze Bedeutung der prophetischen Ansage zu verstehen, die Kardinal Wojtyła beim Eucharistischen Kongress in Philadelphia 1976 gemacht hat: „Wir stehen jetzt vor der größten Konfrontation, die die Menschheit in ihrer Geschichte jemals erlebt hat. Ich denke nicht, dass der Großteil der amerikanischen Gesellschaft oder die gesamte Christenheit dies in vollem Umfang realisiert. Wir stehen jetzt vor dem Endkampf zwischen der Kirche und der Anti-Kirche, zwischen dem Evangelium und dem Anti-Evangelium, zwischen Christus und dem Antichrist. Diese Konfrontation liegt in den Plänen der göttlichen Vorsehung. Deshalb ist sie in Gottes Plan, und es muss ein Kampf sein, den die Kirche aufnimmt und tapfer bestreitet.“[1]

Es ist wichtig, die volle Dimension dieses dramatischen Appells zu erkennen! Vor allem muss man betrachten, was eine Antikirche an ihrer Spitze braucht. In diesem Sinn bekräftigte Bischof Dr. Dr. Fulton J. Sheen: „Es wird einen mystischen Leib des Antichrist geben, der in allen Äußerlichkeiten dem Mystischen Leib Christi gleichen wird.“[2]

Papst Johannes Paul II. antwortete bei seinem Deutschlandbesuch in Fulda 1980 auf die Frage, wie es hinsichtlich des Dritten Geheimnisses von Fatima mit der Kirche weitergehe, mit folgenden Worten: „Wir müssen uns wohl in Bälde auf große Prüfungen gefasst machen. Ja, die sogar den Einsatz unseres Lebens fordern können und die Ganzhingabe an Christus und für Christus! Es kann gemildert werden durch euer und unser Gebet, aber nicht mehr abgewendet werden. Nur so kann die wirkliche Erneuerung der Kirche kommen. Wie oft schon wurde im Blut die Erneuerung der Kirche geboren. Nicht anders wird es auch diesmal geschehen. Seien wir stark und bereiten wir uns vor und vertrauen wir auf Christus und seine Heilige Mutter! Beten wir sehr viel und oft den Rosenkranz!“[3]

Kurz darauf wurde das für ihn Wirklichkeit. Am 13. Mai 1981, dem Jahrestag der ersten Erscheinung der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria in Fatima 1917, geschah das Attentat in Rom. Hier wird die ganze Prüfung, von der er gesprochen hat, in einem dramatischen Bild sichtbar. Der frontale Angriff auf den Heiligen Vater galt ja nicht nur diesem selbst, sondern dem gesamten Mystischen Leib Christi auf Erden. Nach der Lehre des hl. Augustinus ist der Papst „figura ecclesiae“ und repräsentiert die ganze Kirche.[4] Vor diesem Hintergrund muss sie verstehen, dass sie mitten in einer apokalyptischen Auseinandersetzung steht, in der es um alles geht. Das wird noch deutlicher, wenn wir die genauen Umstände des Attentats betrachten: Die fünf Schüsse fielen um 17:17 Uhr.
Zum einen ist hiermit ein unmissverständlicher Fingerzeig gegeben auf das Gründungsjahr der Freimaurerei im Jahr 1717. Der hl. Maximilian Maria Kolbe erlebte ihren Aufmarsch auf dem Petersplatz in Rom anno 1917. Den erklärten Plan der Freimaurer las der Apostel der Immaculata auf der entsprechenden Fahne: „Satan soll herrschen im Vatikan und der Papst wird sein Sklave sein.“[5]
Zum anderen ereignete sich im selben Jahr 1917 die Oktoberrevolution in Russland mit der Manifestation des atheistischen Kommunismus und dem damit verbundenen Entscheidungskampf.
In diesen Perspektiven zeigt die Attacke auf die Spitze der Katholischen Kirche den feindlichen Versuch, sie vollständig zu überwinden. Der Anschlag in Rom hat offensichtlich das Ziel verfolgt, das von Gott bestimmte Fundament der Kirche zu entfernen, um es durch eine andere „Leitung“ zu ersetzen.

Dieser Versuch wurde mit dem aus gegnerischer Sicht gescheiterten Attentat natürlich nicht beendet – im Gegenteil. Erhellend ist in diesem Zusammenhang ein Brief Schwester Lucias an den Heiligen Vater vom 12. Mai 1982(!), in welchem sie sich auf den dritten Teil des Geheimnisses bezogen hat: „Von dem Augenblick an, da wir dem Ruf der Botschaft nicht Rechnung trugen, stellen wir fest, dass die Botschaft sich bewahrheitet hat, dass Russland die Welt mit seinen Irrlehren eingenommen hat. Und wenn wir die vollständige Erfüllung des Endes dieser Prophezeiung noch nicht feststellen, dann sehen wir, dass wir allmählich mit weiten Schritten darauf zusteuern.“[6]

Der Theologe und Publizist Prof. Dr. George Weigel hat, das Archiv des kommunistischen Kampfes gegen Karol Wojtyła und Papst Johannes Paul II. auswertend, den entsprechenden Feldzug folgendermaßen beschrieben: „Dieses Material veranschaulicht, wie die kommunistischen Regierungen und Geheimdienste den Vatikan infiltrierten und diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl nutzten, um – wie zu erwarten – ihre Interessen zu fördern und ihre Bemühungen zu stärken, in die höchsten Ebenen der katholischen Kirchenleitung einzudringen, vor allem in den Vatikan selbst – ein Vorgehen, das viele hochrangige Würdenträger im Vatikan anscheinend nicht durchschaut haben.“[7]

Das erschütternde Geständnis der bekannten Dr. Bella Dodd, eines hochrangigen Mitglieds der Kommunistischen Partei in den USA, öffnet auf besondere Weise die Augen für den historischen Hintergrund. Die ehemalige Aktivistin legte nach ihrer Bekehrung zum katholischen Glauben eidesstattlich Zeugnis ab über die gezielte Unterwanderung der Kirche. Sie folgte damals nach eigenem Bekunden einem Befehl Stalins, der an alle Organisationen der Kommunistischen Partei erging, Agenten ohne Glauben und Moral in katholische Seminare und Orden zu infiltrieren.[8]
Dieser Plan aus Moskau wurde äußerst effektiv umgesetzt – bis hinein in den Vatikan. Dazu erklärte sie in den fünfziger Jahren: „In den 1930ern platzierten wir 1100 Männer in die Priesterschaft, um die Kirche von innen zu zerstören. Jetzt sind sie in den höchsten Stellen der Kirche.“[9]
Dr. Bella Dodd ließ keinen Zweifel an den drastischen Folgen: „Man wird die Katholische Kirche nicht wiedererkennen.“[10]

Der Philosoph Prof. Dr. Dietrich von Hildebrand liefert uns eine klare Analyse, aus der eindeutig hervorgeht, dass der entscheidende Kampf nicht außen, sondern im Innern der Kirche selbst stattfindet: „Ein vorurteilsloser Blick auf die gegenwärtige Verwüstung des Weinbergs des Herrn kann die Tatsache nicht übersehen, dass sich eine ‚Fünfte Kolonne‘ in der Kirche gebildet hat (sie wird auch von manchen, sogar von kirchlicher Seite als Mafia bezeichnet), eine Gruppe zielbewusster Zerstörer der Kirche. […] Ihr systematisches und raffiniertes Unterminieren der hl. Kirche legt auch deutlich genug Zeugnis dafür ab, dass es sich um eine bewusste Konspiration handelt und um die Hand der Freimaurer und der Kommunisten, die – trotz ihrer Verschiedenheit und sonstigen Feindschaft – für dieses Ziel zusammenarbeiten. Denn für die Freimaurerei ist die Kirche der Erzfeind und für die Kommunisten das Haupthindernis für die Eroberung der Welt. […] Das Unfassbare aber ist, dass diese Konspiration innerhalb der Kirche besteht, dass es Bischöfe und sogar Kardinäle gibt und vor allem Priester und Ordensleute, die eine Art Judas darstellen.“[11]

Mit dem Ziel der feindlichen Strategie hat sich Bischof Dr. Rudolf Graber beschäftigt. Er zitiert dabei die sogenannte „Alta Vendita“ – den freimaurerischen Plan für den Umsturz in der Katholischen Kirche. Darin heißt es: „Was wir verlangen, was wir suchen und erwarten müssen, wie die Juden den Messias erwarten, ist ein Papst nach unseren Bedürfnissen […] Wir zweifeln nicht daran, dieses höchste Ziel unserer Anstrengungen zu erreichen.“[12]
Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem berühmten Wort zu, welches Kardinal Ciappi formuliert hat. Er war Kenner des Dritten Geheimnisses von Fatima und Theologe des päpstlichen Hauses von 1955 bis 1989. In einem Brief an Prof. Baumgartner aus Salzburg im Jahr 1995 schrieb er: „Im Dritten Geheimnis wird unter anderem vorausgesagt, dass die große Apostasie in der Kirche an der Spitze beginnen wird.“[13]

Ein Blick in die Apokalypse verdeutlicht das.
Der feuerrote Drache (vgl. Offb 12,3) stellt den atheistischen Kommunismus dar, der den Glauben an Gott zu vernichten sucht. In dieser Schlacht kommen zwei Tiere dem Drachen zu Hilfe, der sich in machtvoller Stärke zeigt.
Das schwarze Tier, das einem Panther gleicht (vgl. Offb 13,1–2), ist die Freimaurerei. Es agiert im Hintergrund und verbirgt sich schattenhaft, um überall unerkannt eindringen zu können. Ihm ist vom Drachen dessen Thron und Macht übergeben worden (vgl. Offb 13,2).
Das andere Tier ist die kirchliche Freimaurerei: „Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache“ (Offb 13,11). Dies ist ein Hinweis auf die Hierarchie der Kirche, in der die Mitra – mit zwei Hörnern – die Fülle des Priestertums anzeigt. Das Tier, das aus der Erde heraufsteigt, sieht aus wie ein Diener Christi, des Lammes, ist aber ein Handlanger Satans, des Drachen.
Der Falsche Prophet (vgl. Offb 19,20) ist der pseudo-religiöse Anführer der Antikirche und treibt die Apostasie von der Spitze her voran. Er täuscht und betrügt die Erdenbewohner (vgl. Offb 13,14) und will die Menschen zur Anbetung des Antichrist führen (vgl. Offb 13,12), dessen Vorläufer er ist.

Ein direkter Verweis auf das Dritte Geheimnis von Fatima befindet sich auch im Katechismus der Katholischen Kirche: „Vor dem Kommen Christi muss die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet, wird das ‚Mysterium der Bosheit‘ enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme.“[14]
Das Paschamysterium Christi aktualisiert sich somit in intensiver Weise in seinem Mystischen Leib. Die Kirche wird ihrem Herrn in seinem Tod und seiner Auferstehung folgen.[15]

Daher hat Papst Benedikt XVI. als Pilger auf dem Weg nach Fatima im Mai 2010 zum Dritten Geheimnis erklärt: „So würde ich sagen, werden auch hier über die große Vision des Leidens des Papstes hinaus […] Realitäten der Zukunft der Kirche aufgezeigt, die sich nach und nach entfalten und zeigen. Daher ist es richtig, dass man über den in der Vision gezeigten Moment hinaus die Notwendigkeit eines Leidens der Kirche sieht, das sich natürlich in der Person des Papstes widerspiegelt, aber der Papst steht für die Kirche und daher werden Leiden der Kirche angekündigt. […]
Unter dem Neuen, das wir heute in dieser Botschaft entdecken können, ist auch die Tatsache, dass die Angriffe gegen den Papst und die Kirche nicht nur von außen kommen, sondern die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert. Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche.“[16]

So erlebt sie in dieser Zeit in allem die Passion Jesu und erfährt die abgrundtiefe Bosheit des Verrates.
Christus ließ die Dienerin der wahren Barmherzigkeit, die hl. Schwester Faustyna, die ganze Bitternis der kirchlichen Agonie von Gethsemani erfahren. Sie schrieb in ihr Tagebuch: „An diesem Tag habe ich mehr als zu irgendeiner Zeit leiden müssen, innerlich und äußerlich. Ich wusste nicht, dass man an einem einzigen Tag so viel leiden kann.“[17] Die furchtbarste Dimension von Gethsemani ist das Auftreten des Verräters. Die hl. Schwester Faustyna notierte das Datum dieses schlimmsten Leidenstages. Es war der 17. Dezember 1936.

Assumptio Beatae Mariae Virginis 2020

Pastor Frank Unterhalt

[1] John-Henry Westen, „Two timely quotes from St. John Paul II on his feast day“, in: LifeSiteNews, 22. Oktober 2014; The Wall Street Journal, 9. November 1978.
[2] Fulton J. Sheen, Der Kommunismus und das Gewissen der westlichen Welt, Berlin 1950, S. 12.
[3] Stimme des Glaubens, Oktober 1981.
[4] Vgl. Augustinus, Epistulae 53,2.
[5] Maria Winowska, Pater Maximilian Kolbe. Ein Leben im Dienst der Immaculata, Freiburg/Schw. – Konstanz – München 1952, S. 41.
[6] Kongregation für die Glaubenslehre, Die Botschaft von Fatima (26. Juni 2000), Einführung.
[7] George Weigel, Der Papst der Freiheit. Johannes Paul II. Seine letzten Jahre und sein Vermächtnis, Paderborn 2011, S. 14.
[8] Vgl. Iben Thranholm, „Catholic abuse crisis is likely no accident, but a strategy to ‘destroy Church from within’“, in: LifeSiteNews, 17. September 2018.
[9] Bella V. Dodd, School of Darkness, Angelico Press reprint edition 2017, Introduction; originally published by P. J. Kenedy & Sons, New York 1954.
[10] Ebd.
[11] Dietrich von Hildebrand, Der verwüstete Weinberg, Regensburg 21973, S. 11.
[12] Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit, Abensberg 111987, S. 85.
[13] Brian W. Harrison, „Alice von Hildebrand Sheds New Light on Fatima“, Introductory commentary, in: OnePeterFive, 12. Mai 2016.
[14] Katechismus der Katholischen Kirche, 675.
[15] Vgl. ebd., 677.
[16] Papst Benedikt XVI., Interview auf dem Flug nach Portugal am 11. Mai 2010.
[17] Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska, Hauteville/Schweiz 21991, Nr. 823.




The Church lives through the Third Secret of Fatima

It is high time to understand the full meaning of the prophetic announcement made by Cardinal Wojtyła at the 1976 Eucharistic Congress in Philadelphia: “We are now standing in the face of the greatest historical confrontation humanity has ever experienced. I do not think that the wide circle of the American Society, or the whole wide circle of the Christian Community realize this fully. We are now facing the final confrontation between the Church and the anti-church, between the Gospel and the anti-gospel, between Christ and the antichrist. The confrontation lies within the plans of Divine Providence. It is, therefore, in God’s Plan, and it must be a trial which the Church must take up, and face courageously…”[1]

It is important to realize the full dimension of this dramatic appeal! Above all, one must consider what an anti-church needs at its head. In this sense, Bishop Dr. Dr. Fulton J. Sheen affirmed: “There will be a mystical Body of the antichrist, which will resemble in all its externals the Mystical Body of Christ.”[2]

During his visit to Germany in 1980, Pope John Paul II, when asked in Fulda how things were going with the Church in relation to the Third Secret of Fatima, replied with the following words: “We must prepare ourselves for great trials in the near future. Yes, they may even require giving our lives, and total dedication to Christ and for Christ! It can be softened by your and our prayer, but it cannot be averted. Only in this way can the true renewal of the Church arrive. How often has the renewal of the Church been born from blood. It will not be any different this time. Let us be strong and let us prepare and trust in Christ and His Holy Mother! Let us pray the Rosary very much and often!”[3]

Shortly after, this turned real for him. On May 13, 1981, the anniversary of the first apparition of the Blessed Virgin and Mother of God Mary in Fatima in 1917, the assassination attempt took place in Rome. Here the whole trial of which he spoke became visible in a dramatic picture. The direct attack against the Holy Father was not only directed at him, but at the entire Mystical Body of Christ on earth. According to the teaching of St. Augustine, the Pope is the “figura ecclesiae” and represents the whole Church.[4] Against this background, she must understand that she is in the midst of an apocalyptic struggle in which everything is at stake. This becomes even clearer when we consider the exact circumstances of the assassination attempt: The five shots were fired at 17:17.
On the one hand, this unmistakably points to the year in which Freemasonry was founded, 1717. St. Maximilian Maria Kolbe witnessed their demonstration on St. Peter’s Square in Rome in 1917. The Apostle of the Immaculata read the professed plan of the Freemasons on the relevant flag: “Satan shall reign in the Vatican, and the Pope will be his slave.”[5]
On the other hand, in the same year 1917, the October Revolution occurred in Russia with the manifestation of atheist communism and the connected decisive struggle.
In these contexts, the attack on the head of the Catholic Church shows the hostile attempt to overcome her completely. The aim of the attack in Rome was obviously to remove the God-given foundation of the Church in order to replace it with another “leadership.”

Of course, this plan did not end with the assassination attempt, which failed from the enemy’s point of view – to the contrary. Enlightening in this context is a letter of Sister Lucia to the Holy Father of May 12, 1982(!), in which she referred to the third part of the Secret: “Since we did not heed this appeal of the Message, we see that it has been fulfilled, Russia has invaded the world with her errors. And if we have not yet seen the complete fulfilment of the final part of this prophecy, we are going towards it little by little with great strides.”[6]

The theologian and writer Prof. Dr. George Weigel has analyzed the archives of the communist fight against Karol Wojtyła and Pope John Paul II, and has described the pertinent campaign as follows: “This material illustrates how the communist governments and secret services infiltrated the Vatican and used diplomatic relations with the Holy See to promote their interests – as one might expect – and to strengthen their efforts to penetrate the highest levels of the Catholic Church’s leadership, especially the Vatican itself – an approach that many high-ranking dignitaries in the Vatican apparently did not see through.”[7]

The shocking confession of the well-known Dr. Bella Dodd, a high-ranking member of the Communist Party in the USA, opens our eyes in a special way to the historical background. After her conversion to the Catholic faith, the former activist gave sworn testimony about the deliberate infiltration of the Church. According to her own testimony, she followed an order by Stalin at the time, which was issued to all Communist Party organizations to have agents without faith and morals infiltrate Catholic seminaries and religious orders.[8]
This plan from Moscow was implemented extremely effectively – right down to the Vatican. In the 1950s, she explained: “In the 1930s we put 1100 men into the priesthood in order to destroy the Church from within, right now they are in the highest places in the Church.”[9]
Dr. Bella Dodd left no doubt about the drastic consequences: “You will not recognize the Catholic Church.”[10]

The philosopher Prof. Dr. Dietrich von Hildebrand provides us with a profound analysis which clearly shows that the decisive battle is not outside but inside the Church herself: “An unprejudiced look at the present devastation of the Lord’s vineyard cannot overlook the fact that a ‘fifth column’ has formed in the Church (it is also called a mafia by some, even on the Church side), a group of purposeful destroyers of the Church. […] Their systematic and refined undermining of Holy Mother Church also bears clear enough witness to the fact that this is a deliberate conspiracy on the hand of the Freemasons and the Communists, who – despite their differences and other enmities – work together for this goal. For Freemasonry, the Church is the arch-enemy, and for the Communists the main obstacle to the conquest of the world. […] But the incomprehensible thing is that this conspiracy exists within the Church, that there are bishops and even cardinals, and above all priests and religious who are a kind of Judas.”[11]

Bishop Dr. Rudolf Graber has dealt with the goal of the hostile strategy. He quotes the so-called “Alta Vendita” – the Masonic plan for revolution within the Catholic Church. In it, it says: “What we demand, what we look for and have to await – just as the Jews await their Messiah – is a Pope according to our needs […] We do not doubt our reaching this highest goal of our efforts.”[12]

In this context the famous word formulated by Cardinal Ciappi is of particular importance. He was an expert on the Third Secret of Fatima and theologian of the Papal House from 1955 to 1989. In a letter to Prof. Baumgartner from Salzburg in 1995, he wrote: “In the Third Secret it is predicted, among other things, that the great apostasy in the Church will begin at the top.”[13]

A look into the Book of Revelation makes this clear.
The fire-red dragon (cf. Rev 12:3) represents atheistic communism, which seeks to destroy faith in God. In this battle two beasts come to the aid of the dragon, who shows himself to have powerful strength.
The black beast, which resembles a panther (cf. Rev 13:1-2), is Freemasonry. It acts in the background and hides itself in the shadows to be able to penetrate everywhere unrecognized. The throne and power of the dragon have been given to him (cf. Rev 13:2).
The other beast is ecclesial Freemasonry: “He had two horns like a lamb, but he spoke like a dragon” (Rev 13:11). This is a reference to the hierarchy of the Church, in which the mitre – with two horns – indicates the fullness of the priesthood. The beast that comes up out of the earth looks like a servant of Christ the Lamb, but is a servant of Satan the dragon.
The False Prophet (cf. Rev 19:20) is the pseudo-religious leader of the anti-church and drives apostasy from the top. He deceives and betrays the inhabitants of the earth (cf. Rev 13:14) and wants to lead people to worship the antichrist (cf. Rev 13:12), of whom he is the forerunner.

A direct reference to the Third Secret of Fatima is also found in the Catechism of the Catholic Church: “Before Christ’s second coming the Church must pass through a final trial that will shake the faith of many believers. The persecution that accompanies her pilgrimage on earth will unveil the ‘mystery of iniquity’ in the form of a religious deception offering men an apparent solution to their problems at the price of apostasy from the truth.”[14]
The Paschal Mystery of Christ is thus intensely renewed in his Mystical Body. The Church will follow her Lord in his death and resurrection.[15]

This is why Pope Benedict XVI, as a pilgrim on the road to Fatima in May 2010, explained the Third Secret: “Consequently, I would say that, here too, beyond this great vision of the suffering of the Pope, […] an indication is given of realities involving the future of the Church, which are gradually taking shape and becoming evident. So it is true that, in addition to moment indicated in the vision, there is mention of, there is seen, the need for a passion of the Church, which naturally is reflected in the person of the Pope, yet the Pope stands for the Church and thus it is sufferings of the Church that are announced. […]
As for the new things which we can find in this message today, there is also the fact that attacks on the Pope and the Church come not only from without, but the sufferings of the Church come precisely from within the Church, from the sin existing within the Church. This too is something that we have always known, but today we are seeing it in a really terrifying way: that the greatest persecution of the Church comes not from her enemies without, but arises from sin within the Church”.[16]

So, during this time, she experiences in everything the passion of Jesus and the abysmal iniquity of the betrayal.
Christ made the servant of the true Mercy, St. Sister Faustina, experience all the bitterness of the Church’s agony of Gethsemane. She wrote in her diary: “On that day I suffered more than at any other time, inwardly and outwardly. I did not know that one can suffer so much in a single day.”[17] The most terrible dimension of Gethsemane is the appearance of the traitor. St. Sister Faustina noted the date of this worst day of suffering. It was December 17, 1936.

Assumptio Beatae Mariae Virginis 2020

Pastor Frank Unterhalt

[1] John-Henry Westen, „Two timely quotes from St. John Paul II on his feast day,” in: LifeSiteNews, October 22, 2014; The Wall Street Journal, November 9, 1978.
[2] Fulton J. Sheen, Der Kommunismus und das Gewissen der westlichen Welt [Engl. title: Communism and the Conscience of the West], Berlin 1950, p. 12. [translated from German]
[3] Stimme des Glaubens [Voice of the Faith], October 1981.
[4] Cf. Augustine, Epistulae 53,2.
[5] Maria Winowska, Pater Maximilian Kolbe. Ein Leben im Dienst der Immaculata [Father Maximilian Kolbe: a Life serving the Immaculata], Freiburg/Schw. – Konstanz – München 1952, p. 41. [translated from German]
[6] Congregation for the Doctrine of the Faith, The Message of Fatima (June 26, 2000), Introduction.
[7] George Weigel, Der Papst der Freiheit. Johannes Paul II. Seine letzten Jahre und sein Vermächtnis [Engl. Title: The End and the Beginning: Pope John Paul II–The Victory of Freedom, the Last Years, the Legacy], Paderborn 2011, p. 14. [translated from German]
[8] Cf. Iben Thranholm, „Catholic abuse crisis is likely no accident, but a strategy to ‘destroy Church from within’“, in: LifeSiteNews, September 17, 2018.
[9] Bella V. Dodd, School of Darkness, Angelico Press reprint edition 2017, Introduction; originally published by P. J. Kenedy & Sons, New York 1954.
[10] Ibid.
[11] Dietrich von Hildebrand, Der verwüstete Weinberg [Engl. title: The Devastated Vineyard], Regensburg 1973, 2nd ed., p. 11. [translated from German]
[12] Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit [Engl. title: Athanasius and the Church of our Time], Abensberg 1987, 11th ed., p. 85. [translated from German]
[13] Brian W. Harrison, “Alice von Hildebrand Sheds New Light on Fatima,” Introductory commentary, in: OnePeterFive, May 12, 2016.
[14] Catechism of the Catholic Church, 675.
[15] Cf. ibid., 677.
[16] Pope Benedict XVI, Interview during the flight to Portugal, May 11, 2010
[17] Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska [Diary of Sister Maria Faustina Kowalska],
Hauteville/Schweiz 1991, 2 nd ed., No. 823. [translated from German]