Maria 2.0 ist Götzendienst

Mit einem gigantischen Mediengetöse und viel verbaler Giftspritzerei ist die Aktion „Maria 2.0“ durchgezogen worden, Aufruf von Frauen zum „Kirchenstreik“. Die Kirchen allerdings waren gut gefüllt mit Streikbrecherinnen. Zur Aktion selbst ein paar Bemerkungen.

  1. Der Streikaufruf von „Maria 2.0“ richtet sich im Grunde nicht gegen die Kirche, sondern gegen Jesus Christus.
  2. Die Aktion „Maria 2.0“ ist eine Lästerung der Gottesmutter Maria und eine Beleidigung der Frauen, die im Neuen Testament den Namen „Maria“ tragen.
  3. Die Extra-Gottesdienste von „Maria 2.0“ sind Götzendienst, weil es dabei nicht um die Ehre Gottes geht, sondern weil man ihn als Hampelmann bestimmter kirchenpolitischer Interessen missbraucht, sogar gegen die Kirche. Ebensogut könnte man für den Sieg von Schalke 04 gegen Borussia Dortmund beten.
  4. Die kirchliche Sexualmoral soll sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen ausrichten, fordert „Maria 2.0“. Was heißt eigentlich „ausrichten“? Sich anpassen? Sollen wir die Gebote Gottes und das Evangelium den Bedürfnissen der Menschen anpassen? Was für ein Spießbürger-Christentum! Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Das Christentum ist angetreten, um Welt und Menschen zu verändern – und zwar auf Gott hin.
  5. Priesteramt für Frauen? Das männlich ausgeprägte Priesteramt ist nichts anderes als die ständige Verkündigung und Darstellung der Grundwahrheit des christlichen Glaubens: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (d.h. in einem männlich-menschlichen Leib), so dass der Priester kraft seiner Weihe bei seinen priesterlichen Vollzügen „in persona Christi“ handelt. Johannes Paul II. hat deshalb klar und mit höchster Autorität gesagt: Die Kirche hat nicht die Vollmacht und das Recht, Frauen zu weihen. Und kein Bischof, kein Papst, kein Konzil kommt daran in Zukunft vorbei; und jeder, der etwas anderes verkündet, macht sich und den Gläubigen etwas vor, ganz gleich ob Bischof oder Priester – oder die Damen von „Maria 2.0“.

Zum Schluss noch eine Bitte an unsere Bischöfe!

Liebe, verehrte Bischöfe! Wir wissen, dass es heutzutage sehr schwer ist, auf Aktionen wie „Maria 2.0“ richtig zu reagieren. Aber manchmal hinterlasst Ihr leider den Eindruck, als wolltet Ihr Euch bei bei einer bestimmten Klientel anbiedern. Und hört auf mit dem ritualisierten, floskelhaften Gerede: „Wir haben ja Verständnis für euer Anliegen, aber …“. Man muss nicht alles „verstehen“, was Katholikinnen und Katholiken so einfällt. Sprecht endlich wie Männer der Kirche, kraftvoll, klar und deutlich, mit Ja und Nein, mit Mut zur Konfrontation. Kurz und knapp: Redet endlich wie wahre Nachfolger der Apostel!

Dieser Text wurde als Leserbrief an
Die Tagespost,
Westfalenpost
und
Der Dom
gesandt.